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	<title>geschichte Archive &#8902; Mels Gewaenderey</title>
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	<description>Gewandungen nach Deinen Wünschen und Maßen</description>
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	<title>geschichte Archive &#8902; Mels Gewaenderey</title>
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		<title>Herrenmode im Wandel der Zeit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Melanie Haubt]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Mar 2020 04:27:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Inspiration für Kostüme und Gewandung]]></category>
		<category><![CDATA[geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[herrenmode]]></category>
		<category><![CDATA[historische kostüme]]></category>
		<category><![CDATA[mode]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://www.gewaenderey.de/2020/03/05/herrenmode-im-wandel-der-zeit/">Herrenmode im Wandel der Zeit</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.gewaenderey.de">Mels Gewaenderey</a>.</p>
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<h1>Herrenmode im Wandel der Zeit</h1>
<p>&nbsp;</p>
<p>Nach dem Blogartikel über den Wandel von Damenmode kommt nun das Gegenstück zur Herrenmode im Wandel der Zeit.</p>
<p>Auch in diesem Artikel möchte ich dir erst mal einen schnellen Überblick geben, wie sich die Mode der Männer im Laufe der Jahrhunderte verändert hat. Die Zeitangaben sind auch hier nur ein grober Richtwert, die Mode hat sich natürlich nach und nach verändert.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.gewaenderey.de/wp-content/uploads/2019/10/acyprrul.gif" alt="" class="wp-image-4757 alignnone size-full" width="600" height="10" /></p>
<h2>Von der Tunika zum Anzug</h2>
<p>&nbsp;</p>
<p>Den Wandel der Mode für Herren könnte man kurz damit zusammenfassen, dass sich die Kleidung ganz allmählich, aber kontinuierlich von der Tunika zum Überwerfen hin zum Anzug gewandelt hat. So ist das abgelaufen:</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.gewaenderey.de/wp-content/uploads/2019/10/acyprrul.gif" alt="" class="wp-image-4757 alignnone size-full" width="600" height="10" /></p>
<h2>Antike 2000 v.Chr. &#8211; 600</h2>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Herren der Antike tragen je nach Reich und Stand ganz unterschiedliche Mode. Oft tatsächlich nur ein Tuch um die interessanten Stellen, teilweise schon Tuniken, oft auch asymmetrisch, nur über eine Schulter.</p>
<p>Was ich sehr interessant finde, ist dass man nicht sagen kann, dass es mehr Stoff gab, desto wohlhabender der Herr war. Natürlich war die die Kleidung dann prächtiger, aber laut dem Buch &#8222;Kostüm und Mode&#8220; von John Peacock  waren auch wohlhabende Herren anscheinend oft nur sehr leicht bekleidet.</p>
<p>Erst im alten Rom entwickelte sich offenbar ein Hang zu mehr Stoff und die Herren trugen wallende Gewänder. Je wohlhabender, desto wallender.</p>
<p>Als es so langsam aber sicher auf das Mittelalter zuging, kamen erste Tuniken und ähnliches auf.</p>
<p><strong>Merkmale:</strong></p>
<ul>
<li>Raffungen</li>
<li>Drapierungen, gerne asymmetrisch über die Schulter</li>
<li>teilweise kurze &#8222;Röckchen&#8220; (drapierte, gewickelte Tücher und ähnliches)</li>
</ul>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.gewaenderey.de/wp-content/uploads/2020/03/roemer-gewandung.jpg" alt="Römer Gewand" class="wp-image-8018 alignnone size-full" width="288" height="637" srcset="https://www.gewaenderey.de/wp-content/uploads/2020/03/roemer-gewandung.jpg 388w, https://www.gewaenderey.de/wp-content/uploads/2020/03/roemer-gewandung-136x300.jpg 136w" sizes="(max-width: 288px) 100vw, 288px" />  <img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.gewaenderey.de/wp-content/uploads/2020/03/aegypter-gewandung.jpg" alt="Ägypter Gewand" class="wp-image-8019 alignnone size-full" width="319" height="640" srcset="https://www.gewaenderey.de/wp-content/uploads/2020/03/aegypter-gewandung.jpg 399w, https://www.gewaenderey.de/wp-content/uploads/2020/03/aegypter-gewandung-150x300.jpg 150w" sizes="(max-width: 319px) 100vw, 319px" /></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.gewaenderey.de/wp-content/uploads/2019/10/acyprrul.gif" alt="" class="wp-image-4757 alignnone size-full" width="600" height="10" /></p>
<h2>Mittelalter  600 &#8211; 1400</h2>
<p>&nbsp;</p>
<p>Im <a href="/mittelalter/">Mittelalter</a> trugen die Herren &#8222;Surcots&#8220;, &#8222;Bliauts&#8220; und &#8222;Cotten&#8220; .Mit diesen Begriffen kannst du nichts anfangen? Das sind praktisch alles Tuniken zum Überziehen. Die Pullover und T-Shirts des Mittelalters sozusagen.</p>
<p>Darunter wurden &#8222;Bruchen&#8220; und &#8222;Beinlinge&#8220; getragen. Bruchen sind ein wenig windelartig anmutende, weite Unterhosen und Beinlinge sind einzelne Hosenbeine, die an der Taille festgebunden waren. Ein bisschen wie Strapse eigentlich. 😉 Hier wird auch klar, warum man Hosen in der Mehrzahl sagen kann. Ursprünglich waren es einmal zwei einzelne Kleidungsstücke, für jedes Bein eines.</p>
<p>Gegen die Kälte wurden weite Umhänge in Kreisform und Gugeln (Kapuzen) getragen.  Diese halten aus gewalkter Wolle tatsächlich sehr warm und trocken.</p>
<p><strong>Merkmale:</strong></p>
<ul>
<li>Tunken und ähnliches in unterschiedlichen Längen</li>
<li>im Regelfall schmal Ärmel, beim Obergewand auch kürzere oder ärmellos</li>
<li>einfache Schnitte ähnlich eines T-Shirts</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Spätmittelalter</h3>
<p>Im Spätmittelalter kamen zum ersten Mal Wämser auf, die vorne mit Knopfleisten verschlossen wurden und teilweise sehr figurbetont waren.</p>
<p><strong>Merkmale:</strong></p>
<ul>
<li>kurze Wämser</li>
<li>Beinlinge</li>
<li>Hüte und Gugeln</li>
</ul>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.gewaenderey.de/wp-content/uploads/2019/10/herrenbliaut.jpg" alt="Bliaut Mittelalter Schneiderei" class="wp-image-5364 alignnone size-full" width="305" height="583" srcset="https://www.gewaenderey.de/wp-content/uploads/2019/10/herrenbliaut.jpg 246w, https://www.gewaenderey.de/wp-content/uploads/2019/10/herrenbliaut-157x300.jpg 157w" sizes="(max-width: 305px) 100vw, 305px" /> <img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.gewaenderey.de/wp-content/uploads/2019/10/Herren_Cotte_Surcot.jpg" alt="Herren Cotte Surcot" class="wp-image-5363 alignnone size-full" width="273" height="586" srcset="https://www.gewaenderey.de/wp-content/uploads/2019/10/Herren_Cotte_Surcot.jpg 373w, https://www.gewaenderey.de/wp-content/uploads/2019/10/Herren_Cotte_Surcot-140x300.jpg 140w" sizes="(max-width: 273px) 100vw, 273px" /></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.gewaenderey.de/wp-content/uploads/2019/10/acyprrul.gif" alt="" class="wp-image-4757 alignnone size-full" width="600" height="10" /></p>
<h2>Renaissance 1400 &#8211; 1610</h2>
<p>In der <a href="/renaissance/">Renaissance</a> trugen die Herren von Welt farbenfrohe, kurze Wämser. Gerne in Kombination mit einer kurzen Plunderhose unter der ebenso farbenfrohe Beinlinge getragen wurden. Die Kleidung war mit Vorliebe mit Längsstreifen verziert, auf denen oft kostbare Bordüren angebracht waren. Puffärmel kamen in Mode und in diese Zeit gehört auch die Schamkapsel. Ein ausgepolstertes Kleidungsstück, dass die Aufmerksamkeit ob man es will oder nicht auf die vordere Körpermitte des Herrens lenkt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Merkmale:</strong></p>
<ul>
<li>kurze Pumphosen</li>
<li>farbenfroh</li>
<li>Puffärmel</li>
<li>Ärmelwülste</li>
<li>kurze Wämser, meist bis zu Mitte des Oberschenkels</li>
<li>Schamkapseln</li>
</ul>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.gewaenderey.de/wp-content/uploads/2020/03/renaissance-herrengewandung.jpg" alt="Renaissance Gewandung" class="wp-image-8021 alignnone size-full" width="294" height="635" srcset="https://www.gewaenderey.de/wp-content/uploads/2020/03/renaissance-herrengewandung.jpg 379w, https://www.gewaenderey.de/wp-content/uploads/2020/03/renaissance-herrengewandung-139x300.jpg 139w" sizes="(max-width: 294px) 100vw, 294px" /> <img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.gewaenderey.de/wp-content/uploads/2019/10/Landsknecht_Gewand.jpg" alt="Landsknecht Gewandung" class="wp-image-5597 alignnone size-full" width="358" height="641" /></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.gewaenderey.de/wp-content/uploads/2019/10/acyprrul.gif" alt="" class="wp-image-4757 alignnone size-full" width="600" height="10" /></p>
<h2>Barock und Rokoko 1610 &#8211; 1790</h2>
<p>im <a href="/barock/">Barock</a> liefen die puscheligen Puffärmel und Plunderhosen zunächst zur Höchstform auf um sich dann nach und nach in kleinen Schritten zum modernen Anzug zu entwickeln. Die Wämser entwickelten sich zu Jacken und die Hosen wurden langsam schmaler. Prachtvolle Verzierungen und bunte Farben blieben allerdings weiterhin en Vogue.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Merkmale:</strong></p>
<ul>
<li>Entwicklung hin zur klassischen Jacke-Weste-Hemd-Hose-Kombi</li>
<li>lange Gehröcke</li>
<li>Kniebundhosen in Kombination mit Strümpfen und manchmal Gamaschen</li>
<li>reichliche Verzierungen, mit Borten, Knöpfen und Stickereien</li>
<li>übergroße und oft verzierte Knopflöcher</li>
</ul>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.gewaenderey.de/wp-content/uploads/2020/03/barock-mann1.jpg" alt="Herrengewandung Barock" class="wp-image-8023 alignnone size-full" width="333" height="573" srcset="https://www.gewaenderey.de/wp-content/uploads/2020/03/barock-mann1.jpg 465w, https://www.gewaenderey.de/wp-content/uploads/2020/03/barock-mann1-174x300.jpg 174w" sizes="(max-width: 333px) 100vw, 333px" /> <img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.gewaenderey.de/wp-content/uploads/2019/10/Offizier_18_Jahrhundert.jpg" alt="Reenactment Uniform 18. Jahrhundert" class="wp-image-5748 alignnone size-full" width="381" height="574" /></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.gewaenderey.de/wp-content/uploads/2019/10/acyprrul.gif" alt="" class="wp-image-4757 alignnone size-full" width="600" height="10" /></p>
<h2>Empire 1790 -1825</h2>
<p>In der <a href="/empire/">Empirezeit</a> wurden die Hosen lang und die Westen Kürzer. Auch die Jacken waren oft vorne kurz gehalten.  Der Frack war geboren. Es erweckt den Anschein, als wollten die Herren die hohe Taillenlinie der Damen nachahmen.</p>
<p><strong>Merkmale:</strong></p>
<ul>
<li>erstmals lange, modern anmutende Hosen</li>
<li>Kurze Westen bis zur Taille</li>
<li>oft Fracks</li>
<li>Zylinder und Bowler</li>
</ul>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.gewaenderey.de/wp-content/uploads/2019/10/acyprrul.gif" alt="" class="wp-image-4757 alignnone size-full" width="600" height="10" /></p>
<h2>Biedermeier und Zweites Rokoko 1825 &#8211; 1870</h2>
<p>Die Herrengarderobe ähnelte mehr und mehr modernen Anzügen und wurde vielfältiger.  Die lange Hose ist nun Alltag geworden und schöne, taillenbetonte Jacken kamen in Mode, die wir heute eher der Damenmode zuordnen würden.  Auch Fracks blieben in Mode und zudem viele weitere Schnitte.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Merkmale:</strong></p>
<ul>
<li>lange Hose, Hemd, Weste und Jacke</li>
<li>verschiedenen Jackenformen</li>
<li>weiterhin farbefroh, allerdings wurden die Farben zurückhaltender</li>
<li>Zylinder und andere Hüte je nach Region</li>
</ul>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.gewaenderey.de/wp-content/uploads/2020/03/regency-mann1.jpg" alt="Regency Herrengewandung" class="wp-image-8027 alignnone size-full" width="248" height="666" srcset="https://www.gewaenderey.de/wp-content/uploads/2020/03/regency-mann1.jpg 298w, https://www.gewaenderey.de/wp-content/uploads/2020/03/regency-mann1-112x300.jpg 112w" sizes="(max-width: 248px) 100vw, 248px" />  <img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.gewaenderey.de/wp-content/uploads/2019/10/Regency_Weste_blau.jpg" alt="Regecy Emprire Weste blau Seide" class="wp-image-5797 alignnone size-full" width="432" height="668" /></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.gewaenderey.de/wp-content/uploads/2019/10/acyprrul.gif" alt="" class="wp-image-4757 alignnone size-full" width="600" height="10" /></p>
<h2>Viktorianische Zeit und Belle Epoque 1870 &#8211; 1920</h2>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Anzug, wie wir ihn heute kennen, mit Jacke und Hose aus dem selben Stoff kam auf. Bunte Farben gehörten der Vergangenheit an. Braun und grau wurden zu den dominierenden Farben. Die Herren trugen noch immer Hüte, ansonsten waren sie kaum noch Anzugträgern heutzutage zu unterscheiden.</p>
<p><strong> Merkmale:</strong></p>
<ul>
<li>Anzüge in gedeckten Farben</li>
<li>Hüte</li>
</ul>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.gewaenderey.de/wp-content/uploads/2020/03/historischer-anzug.jpg" alt="historischer herrenanzug" class="wp-image-8024 alignnone size-full" width="247" height="556" srcset="https://www.gewaenderey.de/wp-content/uploads/2020/03/historischer-anzug.jpg 456w, https://www.gewaenderey.de/wp-content/uploads/2020/03/historischer-anzug-133x300.jpg 133w, https://www.gewaenderey.de/wp-content/uploads/2020/03/historischer-anzug-455x1024.jpg 455w" sizes="(max-width: 247px) 100vw, 247px" /> <img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.gewaenderey.de/wp-content/uploads/2019/10/Patrick_Anzug2.jpg" alt="Anzug Rollstuhlfahrert" class="wp-image-5762 alignnone size-full" width="464" height="555" /></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.gewaenderey.de/wp-content/uploads/2019/10/acyprrul.gif" alt="" class="wp-image-4757 alignnone size-full" width="600" height="10" /></p>
<p>Seit dem wurde die Herrenmode immer legerer und Anzüge werden immer seltener getragen. in den 70er Jahren wurde die Herrenmode noch einmal richtig interessant mit Schlaghosen und Pullundern und hat sich seitdem endgültig in Richtung Jeans mit T-Shirt entwickelt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Welche Epoche gefällt Dir am besten und warum? Schreib es in die Kommentare!</p>
<p><em><strong><span style="font-family: Times New Roman;"></span></strong></em></p>
<h3></h3>
<h3></h3>
<p><strong></strong></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: center;"><em><strong></strong></em></p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.gewaenderey.de/2020/03/05/herrenmode-im-wandel-der-zeit/">Herrenmode im Wandel der Zeit</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.gewaenderey.de">Mels Gewaenderey</a>.</p>
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		<title>Die wichtigsten Stoffe für historische Gewandung</title>
		<link>https://www.gewaenderey.de/2019/12/12/die-wichtigsten-stoffe-fuer-historische-gewandung/</link>
					<comments>https://www.gewaenderey.de/2019/12/12/die-wichtigsten-stoffe-fuer-historische-gewandung/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Melanie Haubt]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Dec 2019 05:42:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allerley Tipps für Deine Gewandung und Kostüme]]></category>
		<category><![CDATA[geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[reenactment]]></category>
		<category><![CDATA[stoffe]]></category>
		<category><![CDATA[tipps]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h1>Die wichtigsten Stoffe und wie sie sich unterscheiden</h1>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Teil 1: Stoffe für authentische historische Gewandung</h2>
<p>&nbsp;</p>
<p>Es gibt unfassbar viele Stoffe und da kann man sich im Stoffdschungel schon mal verlaufen.</p>
<p>Hier eine kleine Übersicht sortiert nach Einsatzgebieten mit denen ich ein bisschen Licht ins Dunkel bringen möchte.</p>
<p>Im ersten Teil soll es um Stoffe für authentische historische Gewänder und Gewandung, die sehr historisch wirken soll, gehen. Also Naturstoffe, die seit tausenden von Jahren für Kleidung verwendet werden und die du heute für deine Gewandung verwenden kannst.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.gewaenderey.de/wp-content/uploads/2019/10/acyprrul.gif" alt="" class="wp-image-4757 alignnone size-full" width="600" height="10" /></p>
<h3>Wolle</h3>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.gewaenderey.de/wp-content/uploads/2019/12/sheep-1547720_6401.jpg" alt="" class="wp-image-7123 alignnone size-full" width="640" height="426" /></p>
<p>Wolle wird als Bekleidungsstoff schon seit mehreren tausend Jahren benutzt. Bei Wolle denkst du jetzt vielleicht an dicke Mantelwolle und da hast du natürlich recht. Loden, also verfilzte Wolle, ist wunderbar geeignet für Mäntel, Gugeln oder ähnliches, denn sie hält Dich nicht nur warm, sondern vor allem auch trocken. Der Regen läuft einfach daran herunter. Es ist sozusagen der Regenjackenstoff des Mittelalters. Es gibt aber auch viele weitere Wollqualitäten, darunter auch ganz dünne Wolle, die sich sogar für edle Kleider eignen und nicht besonders warm sind.</p>
<h4>Loden</h4>
<p>Loden ist gewalkte, also verfilzte Wolle und damit schön warm und regendicht. Es gibt zumeist gewebten und gestrickten Loden. Der gestrickte Loden ist günstiger und leichter und reicht in den meisten Fällen vollkommen aus. Für eine authentische historische Darstellung solltest Du allerdings auf den teureren gewebten Loden zurückgreifen.</p>
<p><strong>Einsatzgebiete</strong></p>
<ul>
<li>Mäntel</li>
<li>Jacken</li>
<li>Gugeln</li>
<li>Dicke Kleider und Tuniken für kalte und/oder nasse Tage</li>
</ul>
<p><strong>Vorteile und Nachteile</strong></p>
<ul>
<li>schwer</li>
<li>warm</li>
<li>wasserfest</li>
</ul>
<h4>Gewebtes Wolltuch</h4>
<p>Wolltuch ist der ganz übliche Wollstoff, aus dem im Mittelalter sicherlich der größte Teil der Kleidung gemacht war. Es gibt es in ganz unterschiedlichen Ausführungen von kuschelweich bis steif und kratzig. Wolle kann auch sehr edel aussehen, vor allem in einer etwas feineren und leicht glänzenden Variante. Wolltuch ist immer noch leicht wasserabweisend und wirkt isolierend.</p>
<p><strong>Eisatzgebiete</strong></p>
<ul>
<li>Kleider</li>
<li>Tuniken</li>
<li>dünne Jacken</li>
<li>Landsknechtgewandungen</li>
<li>Für die ganz Harten: Beinlinge</li>
</ul>
<p><strong>Vorteile und Nachteile</strong></p>
<ul>
<li>warm und angenehm</li>
<li>wunderbar authentisch</li>
<li>verleiht einer Gewandung das gewisse Etwas</li>
<li>mehr oder weniger kratzig, wenn direkt auf der Haut</li>
<li>im Sommer wäre es mir zu warm</li>
</ul>
<h4></h4>
<h4>Feine Wollstoffe</h4>
<p>Es gibt des Weiteren eine Vielzahl an ganz feinen und edlen Wollstoffen von Georgette über Satin bis zu feinen Tartanstoffen. Diese sind oft nicht so warm und sehr, sehr edel. Bei der Auswahl für die Gewandung muss man darauf achten, dass der Stoff nicht zu modern wirkt.</p>
<p><strong>Einsatzgebiete</strong></p>
<ul>
<li>Edle Kleider</li>
<li>Edle Herrengewänder</li>
<li>Tartan für Kelten -und Schottengewandung</li>
</ul>
<p><strong>Vorteile und Nachteile</strong></p>
<ul>
<li>sehr edel</li>
<li>hochpreisig</li>
<li>wirkt teilweise zu modern</li>
</ul>
<p><strong>Pflege</strong></p>
<p>Reine, unbehandelte Wolle muss nicht gewaschen werden. Dreck fällt beim Trocknen normalerweise ab und intensiver Geruch von einem Abend am Feuer verflüchtigt sich im nu. Lüften reicht vollkommen aus.  Achtung: Wolle ist sehr beliebt bei Kleidermotten und sollte daher vorsichtshalber geschützt werden. Natürlicher Lavendelduft soll helfen.</p>
<p>&nbsp;</p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><p> <img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.gewaenderey.de/wp-content/uploads/2019/10/acyprrul.gif" alt="" class="wp-image-4757 alignnone size-full" width="600" height="10" /></p>
<h3>Leinen</h3>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.gewaenderey.de/wp-content/uploads/2019/12/flax-4414741_6401.jpg" alt="" class="wp-image-7120 alignnone size-full" width="640" height="426" /></p>
<p>Leinen ist mein absoluter Lieblingsstoff für Gewandung. Er sieht einfach toll aus und fühlt sich vor allem wunderbar an. Ja, ich gebe zu, nicht von Anfang an. Sobald er aber die Körperwärme angenommen hat, wird er ganz weich und angenehm. Ausserdem schwitzt man darin am wenigsten. Wenn es sehr heiss ist, fühlt sich Leinen oft sogar noch kühl auf der Haut an. Gerade für heisse Tage die beste Wahl.</p>
<p>Allerdings mit einer kleinen Einschränkung: Ein wirklich edles Gewand wird schwierig. Leinen wird jeder noch so edlen Gewandung eine eher schlichte Note verleihen.</p>
<p>Leinen war von der Antike bis Ende des 19. Jahrhunderts gebräuchlich. Danach ist er von der Bildfläche verschwunden und wurde erst vor wenigen Jahren wieder entdeckt. Leinen wird aus der Flachspflanze gewonnen.</p>
<h4>Halbleinen</h4>
<p>Eine Mischung aus Baumwolle und Leinen wird als Halbleinen bezeichnet.  Halbleinen eignet sich zum Beispiel prima für Piratenhemden und ähnliches.  Er ist meist dünn und besonders luftig.</p>
<h4>mitteldicker (normaler) Leinen</h4>
<p>Das ist der ganz klassische Leinen, der sich für fast alle Kleidungsstücke eignet. Kleider, Hosen, Tuniken, sogar leichte Umhänge und Gugeln, einfach alles sieht toll und irgendwie &#8222;mittelalterlich&#8220; aus. Der perfekte Stoff für Deine Gewandung. Mit Leinen kannst Du einfach nichts falsch machen.</p>
<h4>Besondere Leinenqualitäten</h4>
<p>Leinen ist in vielen weiteren Varianten erhältlich. Besonders dicke Leinen oder solche mit einer besonderen Struktur. Diese sind oft teurer, können deiner Gewandung allerding das ganz besondere Etwas verleihen. Man sieht ihnen ihre Hochwertigkeit einfach an und deine Gewandung wird damit ganz besonders aussehen.</p>
<p><strong>Einsatzgebiete</strong></p>
<p>Gewandung aller Art, vor allem für den Sommer, vor allem:</p>
<ul>
<li>Kleider</li>
<li>Tuniken</li>
<li>Westen</li>
<li>Hosen</li>
<li>Röcke</li>
<li>Mieder</li>
</ul>
<p><strong>Vorteile  und Nachteile</strong></p>
<ul>
<li>angenehm zu tragen</li>
<li>ideal für heisse Tage</li>
<li>hat eine schöne Struktur und einen schönen Fall</li>
</ul>
<p><strong>Pflege</strong></p>
<p>Wenn man Leinen in der Waschmaschine schleudert bekommt es Falten, die nie wieder rausgehen. Daher wasche ich Leinen immer im Schonprogramm bei 30 °C ohne Schleudern und hänge es dann möglichst glatt nass auf oder wähle höchstens &#8222;Schonschleudern&#8220;.</p>
<p>Bügeln kann man Leinen superheiss und mit viel Dampf.</p>
<h1><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.gewaenderey.de/wp-content/uploads/2019/10/acyprrul.gif" alt="" class="wp-image-4757 alignnone size-full" width="600" height="10" /></h1>
<h3>Hanf</h3>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.gewaenderey.de/wp-content/uploads/2019/12/abstract-21764_6401.jpg" alt="" class="wp-image-7119 alignnone size-full" width="640" height="426" /></p>
<p>Hanfstoffe werden aus den Fasern der Hanfpflanze hergestellt. Ja, genau, die gleiche Pflanze, die sich im Joint befindet. Hanfstoffe sind seit Tausenden von Jahren bekannt. Die alten Chinesen haben damit angefangen.</p>
<p>Hanfstoffe gibt in vielen sehr unterschiedlichen Ausführungen. Für deine Gewandung eignet sich am besten Leinwand aus Hanf, diese sieht Leinen sehr ähnlich. Ich selbst habe Hanf noch nie verwendet, da ich mit Leinen bisher immer gut bedient war. Wenn Du allerdings mal etwas besonders möchtest, könnte Hanf eine gute Wahl für dich sein.</p>
<p>Das besondere an Hanf ist, dass er von Natur aus absolut schädlingsresistent ist und daher grundsätzlich ohne jegliche Chemikalien auskommt. Das ist natürlich Spitzenklasse für die Natur und für dich, falls Du empfindlich gegenüber der Chemie in den Stoffen bist.</p>
<p>Ausserdem gilt Hanf als sehr robust. Wenn du deine Gewandung also extremer Belastungen aussetzen möchtest, hast du an Hanf sicher lange Zeit Freude.</p>
<p><strong>Einsatzgebiete</strong></p>
<ul>
<li>Unterkleidung</li>
<li>Tuniken</li>
<li>Hosen</li>
<li>Cotten</li>
<li>Wämser</li>
<li>Lagerausstattung</li>
</ul>
<p><strong>Vorteile und Nachteile</strong></p>
<ul>
<li>Umweltfreundlich</li>
<li>extrem robust</li>
<li>wenig knitteranfällig, wird mit der Zeit immer weicher</li>
<li>sehr hochpreisig</li>
</ul>
<p><strong>Pflege</strong></p>
<p>Lässt sich einfach in der Maschine waschen, sogar bis 90°C!</p>
<h1><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.gewaenderey.de/wp-content/uploads/2019/10/acyprrul.gif" alt="" class="wp-image-4757 alignnone size-full" width="600" height="10" /></h1>
<h3>Seide</h3>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.gewaenderey.de/wp-content/uploads/2019/12/silkworm-2766232_6401.jpg" alt="" class="wp-image-7122 alignnone size-full" width="640" height="480" /></p>
<p>Seide wird aus den Kokons der Seidenspinnerraupen gewonnen, die in Maulbeerbäumen leben und sich von deren Blättern ernähren. Die Raupe umwickelt sich sozusagen mit einem Seidenfaden, der ihr nach ihrem, leider unnatürlichem Tod wieder abgewickelt wird.</p>
<p>Die Seidenherstellung ist seit 5000 Jahren bekannt, allerdings zuerst nur im Alten China und die Chinesen haben ihr Geheimnis über viele Tausend Jahre sehr gut gehütet. Für die Exporte verlangten sie horrende Preise, sie ließen sich die Seide teilweise sogar mit Gold aufwiegen. Erst 550 n. Chr.( also zu Beginn des Mittelalters) gelang es, einige Raupeneier in die Byzanz zu schmuggeln und die Seidenherstellung begann auch in Europa.</p>
<h4>Brokat</h4>
<p>Brokat ist ein fester Seidenstoff, in dem Gold oder Silberfäden eingewoben waren. Brokat aus echter Seide ist heute nur selten erhältlich, aber wer suchet, der findet. Natürlich muss man dafür sehr tief in die Tasche greifen. Ein Gewand aus Brokat ist eines Königs oder einer Königin würdig und genauso würdest du in einer solchen Gewandung aussehen!</p>
<p><strong>Einsatzgebiete</strong></p>
<ul>
<li>Edle Roben</li>
<li>Edle Tuniken und ähnliches</li>
<li>Kleine Details an der Gewandung</li>
<li>Westen</li>
<li>Gehröcke</li>
<li>&#8230;</li>
</ul>
<h4>Damast</h4>
<p>Damast ist eine aufwendige Webtechnik, durch die bildhafte Muster im Stoff entstehen. Die Kett- und Schussfäden sind je nach Muster sichtbar. Oder einfacher ausgedrückt: Man kann die Vorder- bzw. Rückseite sehen, so ergeben sich die Muster. Man braucht für die Damastherstellung besonders stabile und hochwertige Garne.</p>
<p>Damast war vor allem ab dem Spätmittelalter populär. Damast eignet sich für deine Gewandung, wenn du großen Reichtum darstellen möchtest.</p>
<p>Jacquard ist, könnte man sagen, eine modernere Form von Damast, die seit 1805 mit der Erfindung eines neuen Webstuhls möglich ist. So können noch filigranere Muster entstehen. Wenn Du es nicht absolut genau nimmst, gibt es optisch eigentlich nicht wirklich einen Unterschied zwischen Jacquard und Damast.</p>
<p>Jacquard und Damast aus Seide sind normalerweise recht steif und eigen sich daher, wenn Dein Gewand nicht &#8222;fließen&#8220; muss.</p>
<p><strong>Einsatzgebiete</strong></p>
<ul>
<li>Edle Roben</li>
<li>Edle Tuniken und ähnliches</li>
<li>Kleine Details an der Gewandung</li>
<li>Westen</li>
<li>Gehröcke</li>
<li>&#8230;</li>
</ul>
<h4>Satin</h4>
<p>Satin ist ein (auch in der echten Seidenvariante) stark glänzender Stoff.  Er ist extrem empfindlich. Einmal eine Mauer berührt, hast du vermutlich bereits eine Macke im Kleid. Seidensatin gibt es in vielen Varianten von steif (Duchesse) bis extrem fließend (Crepesatin) und er wirkt wunderbar edel.  In Satin fällst Du garantiert auf!</p>
<p><strong>Einsatzgebiete:</strong></p>
<ul>
<li>Fließende Kleider</li>
<li>Tücher</li>
<li>Edle Unterkleidung</li>
<li>&#8230;</li>
</ul>
<h4>Taft</h4>
<p>Taft ist ein fester Seidenstoff der nicht so stark glänzt, wie Satin. Taft lässt sich auch fantastisch in wunderschöne Falten legen. Für eine Viktorianische Robe z. B. ist er einfach perfekt! Für fließende Mittelalterkleider würde ich Dir Taft eher nicht empfehlen. Denn sie würden dann ganz Steif daher kommen. Wenn gerade das bei Deinem Gewand der Effekt sein soll, ist es natürlich super.</p>
<p><strong>Einsatzgebiete:</strong></p>
<ul>
<li>Roben</li>
<li>Westen</li>
<li>Gehröcke</li>
<li>Hosen</li>
<li>&#8230;</li>
</ul>
<h4>Dupion und Wildseide</h4>
<p>Dupionseide wird aus Kokons von 2 Raupen gewonnen , die sich gemeinsam verhaspelt haben. Wildseide entsteht aus den Kokons von verschiedenen wildlebenden Faltern. Sie weisst die typischen Knötchen auf, die allerdings eigentlich richtig schön aussehen, weil sie dem Stoff Struktur und Charakter verleihen.</p>
<p>Dupionseide ist einen tacken weniger steif als Taft, aber im Prinzip damit zu vergleichen. Er ist einfach etwas günstiger und eben mit Knötchen.</p>
<p><strong>Einsatzgebiete</strong></p>
<ul>
<li>Kleider</li>
<li>Roben</li>
<li>Westen</li>
<li>Gehröcke</li>
<li>Hosen</li>
<li>Tuniken und ähnliches</li>
<li>&#8230;</li>
</ul>
<h4>Crepe</h4>
<p>Crepe ist ein fließender, matter Seidenstoff, der einfach wunderschön ist.  Fließende Kleider z.B. sind daraus ein wahrer Traum. Crepe gibt es auch als Satin mit Glanz.</p>
<p><strong>Einsatzgebiete</strong></p>
<ul>
<li>Fließende Kleider</li>
<li>Edle Unterkleider</li>
<li>Tücher</li>
<li>&#8230;</li>
</ul>
<h4>Pongeseide</h4>
<p>Pongeseide ist eine sehr dünne, glänzende Seide und ziemlich erschwinglich. Sie eignet sich bestens als Futterstoff und fühlt sich auf der Haut einfach traumhaft fantastisch an.</p>
<p><strong>Einsatzgebiete</strong></p>
<ul>
<li>Futterstoff</li>
<li>Unterkleider</li>
<li>&#8230;</li>
</ul>
<h4>Chiffon und Georgette</h4>
<p>Chiffon ist ein federleichter, sehr durchsichtiger Seidenstoff. Georgette ist ganz ähnlich, nur ein wenig schwerer und weniger durchsichtig.</p>
<p><strong>Einsatzgebiete</strong></p>
<ul>
<li>Oberstoff federleichter Kleider</li>
<li>Ärmel</li>
<li>Tücher</li>
<li>&#8230;</li>
</ul>
<h4>Seidensamt</h4>
<p>Samt gibt es noch nicht ganz so lange. Erst ab der Renaissance wurde er in Italien hergestellt. Für eine mittelalterliche Gewandung eignet sich Samt daher nicht. Seidensamt ist heutzutage als Viskosemischung erhältlich, dass heisst, der Flor besteht aus Viskose. Seidensamt komplett aus Seide ist nur schwer zu finden. Seidensamt ist ein sehr fließender, anschmiegsamer Stoff mit hohem Glanz.</p>
<p><strong>Einsatzgebiete</strong></p>
<ul>
<li>fließende Kleider</li>
<li>Tuniken</li>
<li>Details</li>
<li>Tücher</li>
<li>Roben</li>
<li>&#8230;</li>
</ul>
<p><strong>Vorteile und Nachteile</strong></p>
<ul>
<li>isolierend gegen Kälte und Wärme</li>
<li>hohe Festigkeit</li>
<li>teuer bis sehr teuer</li>
<li>sehr angenehm auf der Haut</li>
<li>sehr empfindlich, vor allem gegen Wasserflecken</li>
</ul>
<p><strong>Pflege</strong></p>
<p>Seide kommt eine Weile gut mit Lüften aus, kann aber nur in den seltensten Fällen gewaschen werden und muss dann in die Reinigung.</p>
<h1><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.gewaenderey.de/wp-content/uploads/2019/10/acyprrul.gif" alt="" class="wp-image-4757 alignnone size-full" width="600" height="10" /></h1>
<h3>Baumwolle</h3>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.gewaenderey.de/wp-content/uploads/2019/12/grass-2295888_6401.jpg" alt="" class="wp-image-7121 alignnone size-full" width="640" height="426" /></p>
<p>Baumwolle wird seit tausenden von Jahren in Afrika, Amerika und Asien hergestellt. Nach Europa musste sie allerdings importieret werden und das machte sie bis ins 17. Jahrhundert teurer als Seide. Erst Ende des 18. Jahrhunderts wurde eine Spinnmaschine erfunden, die günstige &#8222;Massenproduktion&#8220; im Vereinigten Königreich möglich gemacht hat und der Siegeszug der Baumwolle war nun unaufhaltbar.</p>
<p>Seit dem Mittelalter hat sich die Baumwollpflanze stark verändert. Im Mittelalter wuchsen noch Wollschafe an den Baumwollbäumen. 😉</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.gewaenderey.de/wp-content/uploads/2019/12/Baumwolle.jpg" alt="" class="wp-image-7202 alignnone size-full" width="530" height="529" srcset="https://www.gewaenderey.de/wp-content/uploads/2019/12/Baumwolle.jpg 530w, https://www.gewaenderey.de/wp-content/uploads/2019/12/Baumwolle-480x479.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 530px, 100vw" /></p>
<h4>Baumwollsamt</h4>
<p>Baumwollsamt wird noch nicht allzu lange Hergestellt. Er eignet sich daher nur für Gewandungen ab dem Rokoko. Wenn du es ganz genau nimmst, würde ich an deiner Stelle lieber auf Baumwollsamt für deine Gewandung verzichten. Es war einfach eher üblich Seidensamt zu verwenden.  Wenn es historisch nicht authentisch sein soll, dann ist Baumwollsamt natürlich ein wunderschöner Stoff, aber das ist eine andere Geschichte und die werde ich ein anderes mal erzählen.</p>
<h4>Mousselin</h4>
<p>Mousselin oder Musselin eignet sich hervorragend für Empirekleider. Baumwollmousselin war damals dermaßen populär, dass die Damen sogar im Winter nicht darauf verzichten wollten und daher ständig krank wurden: Die Musselinkrankheit. Die Damen waren einfach erkältet, weil Mousselin ein hauchfeiner, leichter Baumwollstoff ist. Ein ganz ähnlicher Stoff ist Baumwollvoile.</p>
<h4>Batist</h4>
<p>ist ebenfalls ein sehr dünner, feiner Baumwollstoff. Er eignet sich hervorragend für Halstücher und ähnliches.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Vorteile und Nachteile</strong></p>
<ul>
<li>eignet sich für europäische Gewandung erst für spätere Jahrhunderte</li>
<li>sehr kostengünstig</li>
<li>leicht zu pflegen und eher unempfindlich</li>
<li>sehr angenehm auf der Haut</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Pflege</strong></p>
<p>kann ganz entspannt in der Waschmaschine gewaschen werden. Je nach Stoff zwischen 30 und 90 °C und sehr heiss gebügelt werden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h1><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.gewaenderey.de/wp-content/uploads/2019/10/acyprrul.gif" alt="" class="wp-image-4757 alignnone size-full" width="600" height="10" /></h1>
<p><strong>Konnte ich mit diesem Artikel ein bischen Licht ins dunkel bringen? Schreib mir deine Fragen gerne in die Kommentare.</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<p><a href="https://wikipedia.de/">www.wikipedia.de</a></p>
<p><a href="https://www.naturstoff.de/shop/">www.naturstoff.de</a></p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_4  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><h4></h4>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Hier findest du die anderen Teile der Artikelserie über Stoffe:</h4>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="https://www.gewaenderey.de/2020/04/02/stoffe-fuer-fantasykostueme-larpgewandung/">Teil 2: Stoffe für Fantasykostüme und Larp Gewandung</a></p>
<p><a href="https://www.gewaenderey.de/2020/05/28/stoffe-fur-alltagskleidung-kostueme-und-sifi-uniformen/">Teil 3: Stoffe für Alltagskleidung und zeitgenössische Kostüme</a></p>
<p><a href="https://www.gewaenderey.de/2020/10/08/stoffe-fuer-brautkleider-abendmode-und-festliche-kleidung/">Teil 4: Stoffe für Brautkleider, Abendmode und festliche Kleidung</a></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div>
				
				
			</div>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.gewaenderey.de/2019/12/12/die-wichtigsten-stoffe-fuer-historische-gewandung/">Die wichtigsten Stoffe für historische Gewandung</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.gewaenderey.de">Mels Gewaenderey</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Damenmode im Wandel der Zeit</title>
		<link>https://www.gewaenderey.de/2019/11/28/damenmode-im-wandel-der-zeit/</link>
					<comments>https://www.gewaenderey.de/2019/11/28/damenmode-im-wandel-der-zeit/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Melanie Haubt]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Nov 2019 06:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kleidung im Wandel der Zeit]]></category>
		<category><![CDATA[damenmode]]></category>
		<category><![CDATA[geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[historische kostüme]]></category>
		<category><![CDATA[mode]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Geschichte der europäischen Damenmode ist spannend und vor allem sehr lang. Deshalb möchte ich dir an dieser Stelle erst mal nur einen kurzen Überblick geben, wie sich die Mode mit der Zeit verändert hat.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.gewaenderey.de/2019/11/28/damenmode-im-wandel-der-zeit/">Damenmode im Wandel der Zeit</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.gewaenderey.de">Mels Gewaenderey</a>.</p>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h1><em><strong><span style="font-family: Times New Roman;"></span></strong></em></h1>
<p>&nbsp;</p>
<h1><em><span style="font-family: Times New Roman; font-weight: normal;"><strong>Damenmode im Wandel der Zeit</strong></span></em></h1>
<p>Die Geschichte der europäischen Damenmode ist spannend und vor allem sehr lang. Deshalb möchte ich dir an dieser Stelle erst mal nur einen kurzen Überblick geben, wie sich die Mode mit der Zeit verändert hat. Die Zeitangaben sind ein grober Richtwert, die Mode hat sich natürlich nach und nach verändert.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.gewaenderey.de/wp-content/uploads/2019/10/acyprrul.gif" alt="" class="wp-image-4757 alignnone size-full" width="600" height="10" /></p>
<h4>Schmal &#8211; breit &#8211; schmal &#8211; breit &#8211; schmal</h4>
<p>&nbsp;</p>
<p>Den Wandel der Mode für Damen könnte man kurz mit &#8222;schmal, breit, schmal, breit, schmal&#8220; zusammenfassen. Ach, das ist dir jetzt doch zuuu kurz? Gut, dann doch ein wenig ausführlicher:</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.gewaenderey.de/wp-content/uploads/2019/10/acyprrul.gif" alt="" class="wp-image-4757 alignnone size-full" width="600" height="10" /></p>
<h3>Antike 2000 v.Chr. &#8211; 600</h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>In der Antike hat jedes Reich seine ganz spezielle Mode. Meistens tragen die Damen wallende Gewänder, die an verschiedenen Stellen gerafft sind. Die Arme waren meistens höchstens Teilweise bedeckt (nun ja, in den Reichen der Antike war es auch sehr warm). Darüber wurden dann häufig kunstvoll drapierte Tücher getragen.</p>
<p><strong>Merkmale:</strong></p>
<ul>
<li>Raffungen</li>
<li>Drapierungen</li>
<li>Scherpen</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<h1><em><strong><span style="font-family: Times New Roman;"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.gewaenderey.de/wp-content/uploads/2019/11/ancient-146982_640.png" alt="" class="wp-image-7029 alignnone size-full" width="129" height="258" /></span></strong></em><em><strong><span style="font-family: Times New Roman;"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.gewaenderey.de/wp-content/uploads/2019/11/greek-37517_640.png" alt="" class="wp-image-7028 alignnone size-full" width="494" height="258" /></span></strong></em></h1>
<h3><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.gewaenderey.de/wp-content/uploads/2019/10/acyprrul.gif" alt="" class="wp-image-4757 alignnone size-full" width="600" height="10" /></h3>
<h3></h3>
<h3></h3>
<h3>Mittelalter  600 &#8211; 1500</h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Im Mittelalter gab es noch immer keine Reifröcke, aber trotzdem wollte die Frau von Welt natürlich mit viel Stoff angeben. (Mode war natürlich etwas für den  Adel, deshalb klammere ich das einfache Volk in diesem  Artikel erst einmal komplett aus.) Natürlich hat auch schon damals das einfache Volk, wie du (?) und ich versucht, dem Adel nachzueifern, aber das war natürlich nur in einem sehr begrenzten Rahmen möglich.</p>
<p>Im Hochmittelalter (um das 12. Jh.) wurde der Stoff für möglichst riesige Ärmel eingesetzt. Der Inbegriff eines Mittelalterkleides , wie wir es uns vorstellen. Daraufhin folgte eine Phase mit weniger Stoff und genau das war der Punkt. Es kamen Teufelsfenster in Mode. Die Kleider waren an den Seiten tief ausgeschnitten, was absolut kokett war, um es mal freundlich auszudrücken. Obwohl natürlich ein Unterkleid darunter getragen wurde.</p>
<p><strong>Merkmale:</strong></p>
<ul>
<li>schmal, ohne Reifröcke</li>
<li>teilweise weite bis sehr weite Ärmel</li>
<li>ohne Quernähte in einem Stück von der Schulter bis zum Saum</li>
<li>geschnürt oder locker geschnitten</li>
</ul>
<h1><em><strong><span style="font-family: Times New Roman;"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.gewaenderey.de/wp-content/uploads/2019/10/Mittelalterkleid_Surcot_oliv_gruen.jpg" alt="" class="wp-image-5722 alignnone size-full" width="124" height="276" srcset="https://www.gewaenderey.de/wp-content/uploads/2019/10/Mittelalterkleid_Surcot_oliv_gruen.jpg 360w, https://www.gewaenderey.de/wp-content/uploads/2019/10/Mittelalterkleid_Surcot_oliv_gruen-135x300.jpg 135w" sizes="(max-width: 124px) 100vw, 124px" /></span></strong></em><em><strong><span style="font-family: Times New Roman;"></span></strong></em><em><strong><span style="font-family: Times New Roman;"> <img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.gewaenderey.de/wp-content/uploads/2019/10/Mittelalterkleid_Wolle_blau_cotte.jpg" alt="" class="wp-image-5723 alignnone size-full" width="120" height="274" srcset="https://www.gewaenderey.de/wp-content/uploads/2019/10/Mittelalterkleid_Wolle_blau_cotte.jpg 350w, https://www.gewaenderey.de/wp-content/uploads/2019/10/Mittelalterkleid_Wolle_blau_cotte-131x300.jpg 131w" sizes="(max-width: 120px) 100vw, 120px" /></span></strong></em><em><strong><span style="font-family: Times New Roman;"> <img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.gewaenderey.de/wp-content/uploads/2019/10/Mittelalter_surcot_Wappen_Wolle.jpg" alt="" class="wp-image-5691 alignnone size-full" width="111" height="275" srcset="https://www.gewaenderey.de/wp-content/uploads/2019/10/Mittelalter_surcot_Wappen_Wolle.jpg 404w, https://www.gewaenderey.de/wp-content/uploads/2019/10/Mittelalter_surcot_Wappen_Wolle-121x300.jpg 121w" sizes="(max-width: 111px) 100vw, 111px" /></span></strong></em></h1>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.gewaenderey.de/wp-content/uploads/2019/10/acyprrul.gif" alt="" class="wp-image-4757 alignnone size-full" width="600" height="10" /><em><strong><span style="font-family: Times New Roman;"></span></strong></em></p>
<h3></h3>
<h3></h3>
<p><strong></strong></p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_6  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><h3>Renaissance, Barock und Rokoko 1500 bis 1790</h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Nach dem Mittelalter kam die Renaissance, das Zeitalter des Umbruchs. Die Mode hat sich stark verändert und einen gewissen Grundtonus angenommen, der über die nächsten Jahrhunderte dann so geblieben ist:  Eingeschnürt in Korsetts und weite Röcke.</p>
<p>Über Barock und Rokoko, das im Anschluss folgte haben sich dann die Formen und Details verändert.  Im Rokoko waren dann die allseits bekannten breiten Roben modern , die von Vielen fälschlicherweise als Barockkleider bezeichnet werden.</p>
<p><strong>Merkmale:</strong></p>
<ul>
<li>Formgebende Unterbauten, im Rokoko vor allem breite Formen wie Poschen und Paniers (breite Reifröcke)</li>
<li>Steife Korsetts</li>
<li>üppige Verzierungen</li>
</ul>
<p>Rokoko:</p>
<h1><em><strong><span style="font-family: Times New Roman;"> </span></strong></em><em><strong><span style="font-family: Times New Roman;"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.gewaenderey.de/wp-content/uploads/2019/10/Rokoko_Kleid.jpg" alt="" class="wp-image-5822 alignnone size-full" width="416" height="274" /></span></strong></em></h1>
<h3><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.gewaenderey.de/wp-content/uploads/2019/10/acyprrul.gif" alt="" class="wp-image-4757 alignnone size-full" width="600" height="10" /></h3>
<h3></h3>
<h3></h3>
<h3>Empire 1790 -1825</h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Nach dem Rokoko kam eine Zeit, in der sich die Frauen von Korsett und Reifrock befreit haben und aus damaliger Sicht in Unterkleidern herumgelaufen sind.  Gemeint sind die wunderschönen Empirekleider, die du vermutlich aus den Jane Austen Filmen kennst.</p>
<p>Diese Befreiung währte allerdings nicht lange und schon nach wenigen Jahrzehnten kamen erneut Reifrock und Korsett zurück.</p>
<p><strong>Merkmale:</strong></p>
<ul>
<li>schmal geschnitten ohne Reifröcke</li>
<li>hohe Taille</li>
<li>feine Baumwolle oder Seide</li>
<li>häufig bestickt</li>
</ul>
<h1><em><strong><span style="font-family: Times New Roman;"> </span></strong></em><em><strong><span style="font-family: Times New Roman;"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.gewaenderey.de/wp-content/uploads/2019/10/empirekleid.jpg" alt="" class="wp-image-5246 alignnone size-full" width="117" height="274" srcset="https://www.gewaenderey.de/wp-content/uploads/2019/10/empirekleid.jpg 341w, https://www.gewaenderey.de/wp-content/uploads/2019/10/empirekleid-128x300.jpg 128w" sizes="(max-width: 117px) 100vw, 117px" /></span></strong></em></h1>
<h3><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.gewaenderey.de/wp-content/uploads/2019/10/acyprrul.gif" alt="" class="wp-image-4757 alignnone size-full" width="600" height="10" /></h3>
<h3></h3>
<h3></h3>
<h3>Biedermeier und Zweites Rokoko 1825 &#8211; 1870</h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Kleider wurden rund und immer breiter bis sie letztendlich in den &#8222;Sissikleidern&#8220; gemündet sind.  Diese Epoche wird als zweites Rokoko bezeichnet, weil die Kleider nochmals groteske Ausmaße wie im Rokoko angenommen haben.</p>
<p><strong>Merkmale:</strong></p>
<ul>
<li>Krinolinen (runde Reifröcke)</li>
<li>stark taillierte Corsagen</li>
<li>Röcke und Taillen (Oberteile), die gemeinsam ein Kleid ergeben</li>
<li>Schulterfreie Balltaillen (Oberteile)</li>
<li>reichlich verziert</li>
</ul>
<p><em><strong><span style="font-family: Times New Roman;"> </span></strong></em><em><strong><span style="font-family: Times New Roman;"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.gewaenderey.de/wp-content/uploads/2019/10/Krinoline_rosa.jpg" alt="" class="wp-image-5585 alignnone size-full" width="182" height="275" /></span></strong></em></p>
<h3><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.gewaenderey.de/wp-content/uploads/2019/10/acyprrul.gif" alt="" class="wp-image-4757 alignnone size-full" width="600" height="10" /></h3>
<h3></h3>
<h3></h3>
<h3>Viktorianische Zeit 1870 &#8211; 1890</h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Als das langweilig wurde, probierte man einmal aus, wie es denn aussehen würde, wenn die Kleider nur hinten weiter würden. Die Mode entwickelte sich in das, was allgemein als Viktorianische Kleidung bekannt ist. Früher hatte mir das gar nicht gefallen und dann habe ich mich plötzlich total in diese Epoche verliebt! Die Viktorianische Zeit kannst du nochmal in 3 Teile teilen: Erst waren die Kleider auch seitlich noch etwas breit. Dann wurden sie sehr schmal und nur hinten mit ein wenig Raffung oder höchstens einem Kissen verbreitert und dann wurden sie hinten noch einmal sehr ausladen, aber in der Breite ganz schmal belassen.</p>
<p><strong>Merkmale:</strong></p>
<ul>
<li>Tournüren  (Reifröcke, die hinten weiter sind) oder Polster hinten</li>
<li>stark taillierte Corsagen</li>
<li>wie im zweiten Rokoko Röcke mit Taillen (Oberteilen) und Schulterfreie Balltaillen</li>
<li>Reichlich verziert, teilweise auch schlicht</li>
</ul>
<p><em><strong><span style="font-family: Times New Roman;"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.gewaenderey.de/wp-content/uploads/2019/10/victorian_dress_steampunk.jpg" alt="" class="wp-image-5987 alignnone size-full" width="183" height="275" srcset="https://www.gewaenderey.de/wp-content/uploads/2019/10/victorian_dress_steampunk.jpg 467w, https://www.gewaenderey.de/wp-content/uploads/2019/10/victorian_dress_steampunk-200x300.jpg 200w" sizes="(max-width: 183px) 100vw, 183px" /> </span></strong></em></p>
<h3><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.gewaenderey.de/wp-content/uploads/2019/10/acyprrul.gif" alt="" class="wp-image-4757 alignnone size-full" width="600" height="10" /></h3>
<h3></h3>
<h3></h3>
<h3>Belle Epoque 1890 &#8211; 1920</h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Auf diese Zeit folgte die letzte wirklich ausladende Mode, nämlich riesenhafte Puffärmel in der Belle Epoque bevor die 20er Jahre des letzen Jahrhunderts die endgültige Befreiung von Korsett und Reifrock brachten (wenn man einmal von Hochzeiten und Bällen absieht) . Die Mode der übergroßen Puffärmel hielt sich nur eine kurze Zeit und die Mode wandelte sich in Richtung des wunderschönen Stils, den wir aus dem Film Titanic kennen.</p>
<p><strong>Merkmale:</strong></p>
<ul>
<li>stark taillierte Corsagen</li>
<li>betonte Taillen oft mit Gürtel oder Bänden</li>
<li>betonte, oft reichlich verzierte Schulterpartie</li>
<li>noch immer lange Röcke</li>
</ul>
<h1><em><strong><span style="font-family: Times New Roman;"> </span></strong></em></h1>
<h3><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.gewaenderey.de/wp-content/uploads/2019/10/acyprrul.gif" alt="" class="wp-image-4757 alignnone size-full" width="600" height="10" /></h3>
<h3></h3>
<h3></h3>
<h3>20er Jahre 1920 &#8211; 1930</h3>
<p>Die 20er Jahre, die Zeit des Charleston brachten schmale kurze Kleider hervor, die du sicher vor deinem inneren Auge sehen kannst. Komplett mit Zigarettenspitze und Federboa.</p>
<p><strong>Merkmale:</strong></p>
<ul>
<li>schmale, gerade Schnitte</li>
<li>Reichlich verziert, gerne mit Fransen</li>
<li>meist kurze Kleider</li>
</ul>
<h1><em><strong><span style="font-family: Times New Roman;"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.gewaenderey.de/wp-content/uploads/2019/11/flapper-3739577_640.png" alt="" class="wp-image-7030 alignnone size-full" width="182" height="274" /> </span></strong></em><em><strong><span style="font-family: Times New Roman;"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.gewaenderey.de/wp-content/uploads/2019/10/1922.jpg" alt="" class="wp-image-4748 alignnone size-full" width="115" height="274" srcset="https://www.gewaenderey.de/wp-content/uploads/2019/10/1922.jpg 335w, https://www.gewaenderey.de/wp-content/uploads/2019/10/1922-126x300.jpg 126w" sizes="(max-width: 115px) 100vw, 115px" /></span></strong></em></h1>
<h3><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.gewaenderey.de/wp-content/uploads/2019/10/acyprrul.gif" alt="" class="wp-image-4757 alignnone size-full" width="600" height="10" /></h3>
<h3>Moderne 1930 &#8211; heute</h3>
<p>Damit war die Zeit gekommen, die ich als Moderne bezeichnen würde und die Mode sich nunmehr nur in kleinen Details verändert hat.</p>
<p>Bis heute, wo vor allem praktische und bequeme Kleidung an der Tagesordnung ist. Ich muss aber sagen, nach einen Tag in einer schönen alten Robe bin ich unfassbar dankbar für meine bequemen Jerseykleidchen.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Welche Epoche gefällt Dir am besten und warum? Schreib es in die Kommentare!</strong></p></div>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.gewaenderey.de/2019/11/28/damenmode-im-wandel-der-zeit/">Damenmode im Wandel der Zeit</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.gewaenderey.de">Mels Gewaenderey</a>.</p>
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